Glasfaserausbau schreitet voran

Glasfaser in aller Munde….(FTTH)

Nun geht es los – der Glasfaserausbau rückt in greifbare Nähe und das ist auch gut so. Die Anforderungen, welche die Onlinewelt an die heimische Infrastruktur stellt, werden in den kommenden Jahren eher steigen als sinken. Die Gelegenheit sollte man also beim Schopfe greifen und sich entsprechend das “Fasergeflecht” ins Häusle ziehen lassen. FTTH (Fibre To The Home) ist schon längst überfällig.

Allerdings wird dabei häufig aus den Augen verloren, dass die via DSL oder aber eben Glasfaser bereitstehende Bandbreite auch den Weg zum heimischen Rechner finden muss. Klemmt man den Rechner, mal angenommen die vorhandene Netzwerkkarte ist dafür ausgelegt, direkt an den Router kann man sich freuen und das Internet in voller Pracht geniessen (also zumindest was die Geschwindigkeit angeht). Wird unterverteilt oder aber gar das WLAN in Betracht gezogen, muss man sich schon die Frage stellen, ob das hemische WLAN bzw. die Verteilung im Haus das auch unterstützt!?

Welcher WLAN Standard kommt zum Einsatz? Wie ist mein Switch (Netzwerkverteiler) ausgelegt? Und wie sieht es überhaupt mit meinen Geräten aus?

Lässt man dieses alles unbeachtet, so profitiert man letzten Endes aber von der bereitgestellten Bandbreite selbst. “Wo viel ist, kann man viel verteilen oder besser gesagt aufteilen.” Die volle Geschwindigkeit erreicht man dann am einzelnen Endgerät nicht.

Hat man sich mit der Materie und den damit einhergehenden Abhängigkeiten befasst und schraubt entsprechend seine “Einzelerwartung” am Endgerät nicht zu hoch, erlebt man auch keine böse Überraschung/Enttäuschung. Wie eingangs bereits erwähnt, sollte man die Gelegenheit so oder so beim Schopfe greifen und die angebotene Möglichkeit zum digitalen Fortschritt aktiv unterstützen. Das heimische LAN/WLAN wächst mit und wird sich nach für nach den gebotenen Möglichkeiten anpassen. Sei es die Anschaffung eines neuen Smartphones oder aber der Austausch von PC, PowerLine Adaptern oder WLAN Routern/Repeatern.

Aber mein bisheriger DSL Anschluss reicht mir doch…!


Das mag richtig sein. Noch reicht dieser aus. Die voranschreitende Digitalisierung, auch im kommunalen Bereich, hält man nicht mehr auf. Die Anforderungen steigen kontinuierlich. Sei es die Nutzung von Clouddiensten, die Einbindung weiterer “smarter” Geräte ins heimische Netz, die sicherlich bald kommende Einführung von von smarten Messstellen (für Wasser, Strom oder Gas) gehen zu Lasten der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Und bei all dem darf natürlich das 4K Videostreaming das ruckeln nicht anfangen.

Nicht Ausseracht lassen sollte man grundsätzlich die Störanfälligkeit der unterschiedlichen Technologien. Glasfaser ist von Haus aus weniger störanfällig gegenüber äußeren Einflüssen. Zudem sind die Ausbaumöglichkeiten bei DSL Anbindungen (Vectoring etc.) physikalisch begrenzt.
Glasfaseranschlüsse (Licht an / Licht aus) sind um einiges zukunftssicherer als kupferleitungsbasierte Anschlüsse.
Der größte, um nicht zu sagen einzige natürliche Fressfeind, der Galsfaserleitung ist die Baggerschaufel es ortsansässigen Bauunternehmers oder der übereifrige Gartenbauer. Aber das Problem, hat man beim klassischen DSL auch.

An dieser Stelle noch aktuell gängige WLAN Standards zum Vergleich:

IEEE 802.11ac -> bis zu 1.300 Mbit/s (im 5 Ghz Band)
IEEE 802.11ax -> bis zu 11 Mbit/s (im 5 Ghz Band)
IEEE 802.11n -> 150, 300, 450 oder 600 Megabit (2,4 und 5 Ghz Band)

veraltete Standards (aber immer noch im Feldseinsatz)
IEEE 802.11a -> 54 Mbit (im 5 Ghz Band)
IEEE 802.11g -> 54 Mbit (im 2,4 Ghz Band)

Wichtig: Auch wenn die Übertragungsrate im 5 Ghz Band höher ist, nimmt die Reichweite ab!

Abschließend bleibt also festzuhalten: Wer jetzt nicht zugreift und die Gelegenheit beim Schopfe greift, wenn er die Möglichkeit eines kostenfreien Anschlusses (Onlinetarif natürlich ausgenommen) angeboten bekommt, verpasst sicherlich ein Stück weit die digitale Transformation.

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